Ritter Rudolfo

Unser tapferer Ritter Rudolfo reitet auf seinem edlen Ross, Jack, nichtsahnend durch die karge Winterlandschaft der westlichen Ausläufer der Borgaberge. Warm eingemummt in einen dicken Pelzumhang träumt er vom warmen Honiggrog und vollbusigen Schenkenschönheiten. Der Jack phantasiert analog zu seinem Besitzer von frischen Möhrenbündchen und rassigen Hochlandstuten.
Beide erfreuen sich der angenehmen Ruhe und der frischen Landluft. Als plötzlich aus der Ferne ein schwacher Ruf zu vernehmen ist: "Hilfe! Hört mich denn niemand? Zu Hilfe!"
Urplötzlich aus den Gedanken gerissen, reagiert unser Rudolfo so, wie man es von einem richtigen Helden, was er nun mal ist, erwartet: "Jack, merke auf mein treuer Begleiter. Eine edle Dame ist in Nöten. Von dort, dem Hügelrücken kam die hilflose Stimme. Geschwind, lass uns nach dem Rechten sehen!"
"Spiel dich nicht schon wieder auf, du Versager", denkt sich das anständige Ross. Täuscht aber gemäß den festgelegten Spielregeln einen freudigen Wieherer vor (Pferde sind spitze im Vortäuschen von Wieherern) und wechselt ins Galopp.
Kaum der Hügel war erklommen, bietet sich den beiden tapferen Recken ein markerschütterndes Bild...
Es an dieser Stelle näher zu beschreiben, würde den vorgesehen Umfang dieser Kurzgeschichte sprengen. Außerdem wurde diese Szenerie schon dermaßen oft in anderen Erzählungen ausgeschmückt, dass eine Wiederholung weder Nutzen noch Berechtigung in den Augen des müßigen Lesers hätte. Es sein nur soviel verraten: Ein Drache und eine gefesselte jungfräuliche Prinzessin stehen kurz davor ein leckeres gemeinsames Mal abzuhalten. Wobei nur einer der beiden sich an der Nahrungsaufnahme aktiv beteiligen sollte.

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