Abgeschiedenheit

Nach dreizehn Jahren der Abgeschiedenheit und der der absoluten Abstinenz verließ der Millionär Kurt Weihmann sein selbst gewähltes Exil in den verlassenen Wäldern und Bergen des nördlichen Kanada. Niemand wusste, was ihn dazu bewogen hatte zurück zu kehren, doch wohl konnten sich die meisten daran erinnern was ihn veranlasste sich in die Einsamkeit zu begeben. Der plötzliche Tod seine beiden Zwillingstöchter und seiner Ehefrau warfen den Medienmogul aus der Bahn und ließen ihr wochenlang auf dem Grad zwischen Schuldgefühlen und dem Freitod, sowie dem Hass auf den Verursacher dieser Tragödie und der brennenden Rache in seinem Inneren, wandern. Der real Schuldige, kam bei dem Unfall ebenso ums Leben, daher blieb Kurt nur eine einzige Möglichkeit: die gnadenlose Selbstgeißelung. Im Aufglühen des letzten Funkes von Vernunft in seinem traurigkeitsumnebelten Gehirn, übergab er den Vorstand am Unternehmen an seinen verlässlichen Vertreter und verabschiedete sich auf eine unbestimmte Zeit.
Von da an trieb er sich in der Welt auf der Suche nach Buße und Vergebung. Es wurde niemals bekannt welche Länder er besuchte und welche Routen er nahm. Nur die Gerüchte, dass er nach drei Jahren Wanderung sich für gut zwei Jahren in die heilende Ruhe von Wald und Berg von Kanada verzog machten die Runde. Doch bestätigen sich diese Behauptungen nie wirklich - egal wie viele Reporter herausgeschickt wurden und egal wie lange diese auch suchen mochten.
Pplötzlich war Kurt Weihmann wieder da. Mit einem Taxi fuhr er einem gigantischen Wolkenkratzer in New York vor.

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