HOME

DER BESONDERE GENUSS FüR ECHTE FEINSCHMECKER

Mit viel Mühe und liebevoller Fantasie zubereitete Gerichte sind zeitlos und zu jedem Anlass gerne gesehene Mitbringsel. Deswegen ist unser Fensterbrett auf dem Balkon gerade vollgestellt mit abgelaufenen Nahrungsmitteln. Mayonnaise und diverse Streichkäseprodukte stehen den ganzen Tag in der prallen Sonne und köcheln gemütlich vor sich hin. Mal sehen, ob daraus in einigen Wochen ganz besondere farbenprächtige Leckereien entstehen. Ich halte euch per Bildmaterial darüber auf dem Laufenden...

So ähnlich könnten die köstlichen Delikatessen am Ende aussehen:

www.ganje.de

FUCK YOU SPAMBOTS

Also Spam bin ich ja gewohnt. Mit meinen regulären Emailkonten (die Fakeaccounts für Spammer mal ausgeschlossen) erhalte ich 30-50 Spammails täglich. Auch das Gästebuch hier wird regelmäßig zugespammt, daher gibt es seit Kurzem die praktische Funktion, dass ich die Gästebucheinträge freischalten muss, bevor diese öffentlich sichtbar werden. Doch gestern Nacht hat das Gespamme hier einen absoluten Höhepunkt erreicht. Innerhalb von wenigen Minuten, hat irgendein verf****er Spambot mein Gästebuch mit knapp 90 Einträgen zugemüllt. Von Viagrapillen, über Penisvergrößerungen bis Softwareschnäppchen war wirklich alles vertreten! Sowas hat natürlich auch Vorteile: Auf einen Schlag wurde ich über alle im Moment angesagten Produkte informiert – sehr praktisch. Doch das nervige Löschen dieses Mistes aus der Datenbank war schon etwas streßig... Weiterlesen weiterlesen

PENNERGLüCK

20. Mai 2006. Endlich! Deutschland hat das Unmögliche geschafft. Nach unzähligen sinnlosen Regelungen, hirnfreien Gesetzen und kostspieligen Pilotprojekten ist es nun endlich vollbracht: Es gibt einen durchgehenden Standard beim Pfand für Einwegflaschen. 0,25 Euro pro Flasche und auch die Abgabe ist nun überall möglich – nicht wie früher an den Ursprungsladen gebunden, und ja nicht den Kassenzettel wegwerfen...
Klar, dass es für uns alle eine riesige Erleichterung ist. Doch die wahren Gewinner dieser "revolutionären" und "einzigartigen" Reform – welche, ganz nebenbei bemerkt, in anderen europäischen Ländern seit Jahrzehnten praktiziert wird – die wahren Gewinner also, sind ganz eindeutig die Penner. Pfandflaschen sind nun unverkennbar als solche gekennzeichnet, was eine harte, jahrelange Ausbildung zum Flaschenmeister an der Akademie für Pennerlogie überflüssig macht. Nun können auch unerfahrene Jungunternehmer in diesen hartumkämpften Markt einsteigen und Monopole durchbrechen. Auch ist es nicht mehr notwendig die Flaschen vorzusortieren und bei unterschiedlichsten Abnehmern mühsam abzuliefern. Jeder Laden ab 200 Quadratmeter Verkaufsfläche, muss Pfandflaschen jeder Art annehmen!
Was für eine fortschrittliche Reform, ich bin zu Tränen gerührt. Einmalig! Sagenhaft! Einfach unbeschreiblich diese bahnbrechende Neugestaltung des verstaubten Gesetzes. Leute, es geht voran mit Deutschland. Die Optimierung des Flaschenpfandes ist geglückt. Nun steht dem Paradies auf Erden nichts mehr im Wege... Ach so, leider zu früh gefreut: Es sind ja immer noch die gleichen unfähiger Politiker an der Macht. Na dann, möge die fröhliche Verschwendung von Steuergeldern ungestört weitergehen.

DURCH DICK UND DüNN

Sie kauft Schokolade und versteckt sie vor mir. Ich suche die üblichen Verstecke ab, sammle die Reste ein und werfe diese unauffällig weg. Sie kauft Cola und trinkt aus der Flasche, so als ob es keinen Morgen gebe, Ich trinke mit, so als ob es nicht mal das Heute gebe. Um die gnadenlosen Kalorien von ihr abzuwenden, opfere ich meinen geschundenen Körper diesem Teufelszeug – selbstlos, ganz ohne Rücksicht auf Verluste. Die Folgen dieses dauerhaften Guerillakrieges: Sie nimmt zu, und ich natürlich auch. So ist das Leben in einer Partnerschaft. Den Weg gemeinsam gehen, durch dick und dünn. Wie wahr, wie wahr... Smiley

DAS STILLE DANKEN

Von einem Tag das Immerbeste,
Das Ausscheiden deiner Nahrungsreste.
Ist traumhaft das Gefühl bei Dessen,
Man wünschet sich noch mehr zu Essen.
Damit die Freude nie verginge,
Noch Stunden mag man solche Dinge.
Befreiend und dabei erfühlend,
Ist dieser Vorgang. Stöhnend, brüllend,
Genießt man, voller Dankeswörtchen,
Die Sitzung auf dem Stillen Örtchen.

GELD

Wer hat es nicht, der braucht es dringend,
Wer hat es, mag, mit dem Gewissen ringend,
Das Ganze gern für sich behalten,
Und mehren soll es der Verwalter.
Man kann doch nie genug besitzen,
Gestopft bis in die letzten Ritzen,
Wird dieser Reichtum gut gehütet,
Wie Huhn, noch mehr davon gebrütet.
Doch was gedenkt man denn zu machen,
Wenn gibt's zu Kaufen keine Sachen.
Da merkt man schnell, des Geldes Güte,
Gebunden ist er an die Pute.
Falls kriegt man dafür gar kein Essen,
Kann man das Leben voll vergessen.

MEINE EIGENE WELT

Sie meinten, ich wäre hyperaktiv und aggressiv. Unfähig zu lernen. Ja, sogar das Wort "Dumm" fiel des Öfteren. All diese Theorien und Beschuldigungen bewegten sich in die gleiche Richtung. Leider lag diese gegenteilig zu der der Wahrheit. Ich wünschte mir, dass sie meinen wahren Antrieb erkannten und mich förderten. Doch diese Sehnsüchte blieben unerfüllt. Niemand brachte Kreativität und Schöpfungsvermögen in einen Satz mit meinem Namen. Anfangs trauerte ich im Stillen um diese mangelnde Vertraulichkeit.
Dann kam die Gleichgültigkeit. Ganz ohne Gefühlsregungen - eine lähmende Leere. Später bäumte ich mich erneut auf, viel heftiger als jemals zu vor. Ich trotzte und wiedersprach allem und jeden. Auch wenn dieses Alle und Jeder kanonisch im Recht waren, ich musste, von einem mir bis dahin unbekannten Drängen in meinem Inneren vorangetrieben, gegenhalten. Vor allem bei Menschen, die mir einst nahe standen - Vater, Mutter, Bruder - war der entstandene Bruch nicht mehr zu überbrücken. Doch diesen Krieg zu gewinnen, einen Kampf, bei dem dein eigener Verbündeter du selber bist und entgegen die ganze Welt steht, ist unmöglich. Nach und nach gestand ich mir wiederstrebend die schmerzende Aussichtslosigkeit meines Tuns ein. Schließlich gab ich kraftlos auf, zerschnitt die haarfeine Verbindung zu der Außenwelt und zog mich nun endgültig zurück. Weiterlesen weiterlesen

BIST DU DER EINE?

Bist du der Eine, der die große Liebe sucht?
Bist du der Eine, der Sexreisen in den Osten bucht?

Bist du der Eine, der in seinem Leben ständig rennt?
Bist du der Eine, der mit jeder Tussi, die ihn ranlässt pennt?

Bist du der Eine, der wirbt bei Frauen mit der Ehre?
Bist du der Eine, der wünscht sich, dass er länger wäre?

Bist du der Eine, der versucht das Geld zu raffen?
Bist du der Eine, der öfters greift dabei zu Waffen?

Bist du der Eine, der andauernd sich besäuft?
Bist du der Eine, der verloren durch die Straßen läuft?

Bist du der Eine, der im Schädel hat nur Grütze?
Bist du der Eine, der lebt seit Jahren von der Stütze?

Bist du der Eine, der an der Nadel hängt mit Liebe?
Bist du der Eine, der steht auf harte Peitschenhiebe?

Bist du der Eine, der betrügt?
Bist du der Eine, der stets lügt?

Bist du der Eine?
Denn wenn nicht, bist du alleine.

DER GEDANKENREKORDER

Kennt ihr auch das Problem mit den kreativen Gedanken, wenn es dann an die Ausführung dieser geht? Oft vor dem Schlafengehen, wenn ich mich grad ins Bett lege und der vergangene Tag besonders stressig und voll tausender kleiner Aufgaben war, bekomme ich einen Gedankenflash in Form von unzähligen kurzen Bildsequenzen. Diese fantastischen Bilder und Ideen rasen so blitzschnell vor meinem geistigen Auge vorbei, dass ich nicht anders kann, als mich hilflos zurück zu lehnen und mich einem rauschähnlichen Staunen hinzugeben. Jeder Versuch, das Stattfindende in seiner Gesamtheit für spätere Aufarbeitung zu merken, ist vergeblich. Zu langsam und zu leistungsschwach ist das Gehirn für derartige Herausforderungen. Möchte ich einzelne, besonders tolle Sequenzen speichern, scheitert eine zufriedenstellende Ausführung an zweierlei Problemen.
Weiterlesen weiterlesen

ER SOLLTE FLIEGEN

Gunter schlief wie immer auf der linken Seite und mit dem Rücken zur Wand. Von Zeit zur Zeit murmelte er Unverständliches vor sich hin, heulte jaulend auf und kratzte sich gewohnheitsgemäß an der rechten Hinterbacke. Dann kam das genüssliche Schmatzen und schon fand der rechte Daumen im Mund des Schlaffenden Platz. Kaum dass die saugende Wirkung der Lippen nachließ, platschte die Hand weich auf den dreckübersäten Boden neben dem Bett und verharrte ruhig bis zum nächsten Hinterbackenkratzer.
Eigentlich war Gunter ein sehr netter Mensch. Er war freundlich zu Hunden und Katzen, wartete geduldig an der Roten Ampel und teilte gerne seine Schokolade auch mit unbekannten Menschen. Das heißt, er würde seine Schokolade mit diesen unbekannten Menschen teilen, wenn diese unbekannten Menschen nicht ständig vor ihm wegliefen. Er verstand nicht ganz was die anderen gegen ihn hatten. Er war höflich und freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Wieso wurde er stets wie ein Außenseiter behandelt? Er war doch genauso wie die restlichen Leute hier in Siegenheim. Weiterlesen weiterlesen
© 2000-2017 ganje.de