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JA, ICH WILL

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Der Goblin sammelte seinen ganzen Mut und versuchte sich die Worte ins Gedächtnis zu rufen, welche er vom Schamanen speziell für diese Zeremonie beigebracht bekommen hatte.
"Chilo hat Geschenke gebracht. Hat eine Ziege und viel Tierhaut.", sprach er das Erlernte und verbeugte sich tief. Die beiden Packgoblins traten vor und präsentierten gemäß dem Ritual das Mitgebrachte. Genau in diesem Moment riss die Ziege plötzlich ein weiteres Mal an der Leine, woraufhin sich der Strick aus den feuchten Händen des überraschten Aufpassers löste und das Tier laut mähend, aus dem Dorf trottete.
Begleitet vom herzlichem Lachen der anwesenden Dorfbewohner, konnte Chilo nur hilflos der sich rasch entfernenden Ziege hinterher schauen und sich wünschen an einem anderen, weit entfernten Ort zu sein. Weiterlesen weiterlesen

DIE HEILIGE UNBEKANNTE

Es begann alles an einem sonnigem, wie zur Arbeit geschaffenem Herbsttag. Bruder Jakob und ich waren gerade dabei die Früchte unseres eigenen, kleines Gartens an der hinteren Klostermauer, einzuholen. Abt Wanderstein stand über unseren Häuptern, am Fenster seiner Arbeitskammer und führte eine angeregte Unterhaltung mit Bruder Daras, der seiner, in letzter Zeit immer öfter vorkommenden Lieblingsbeschäftigung, dem Nichtstun, nachging. Mehrere Male hat unser Klosterleiter Bruder Daras schon ermahnt, er solle sich doch endlich mal der körperlichen Arbeit widmen, wie jedes gottesfürchtige Wesen. Doch Bruder Daras schnaubte nur und weigerte sich entschieden, irgend eine Art von Arbeit aufzunehmen, bevor die Frage, welchem Gott unser kleines Abtei wohl diene, nicht geklärt wurde. Weiterlesen weiterlesen

DER WAHRE GLAUBE

"Nein, nein, mein Herr, bitte keine Wachen! Ich wollte euch wirklich nicht bestehlen, keineswegs!" Voller Nachdruck beteuerte Kogi seine Unschuld.
"Und Ihr möchtet mir im Ernst weismachen, dass Ihr den verlorenen Geldbeutel in meine Tasche stecken wolltet?", skeptisch beäugte der füllige Kaufmann den kleinen Halbling.
Kogi verdrehte seine Augen und zog eine beleidigte Schnute. "Aber mein Herr, wo würden wir denn hinkommen, wenn jeder den Anderen grundlos beschuldigt ein Verbrechen begangen zu haben? Wo würden wir denn hinkommen, wenn wir keinen Funken Vertrauen mehr zu einander haben?" Andächtig faltete der Mönch seine Hände vor der Brust. "Schaut mich an, mein Herr, ich diene den Göttern. Der einzige Sinn meiner Existenz auf dieser Welt ist es ihnen zu huldigen und den wahren Glauben zu verkünden. Geld? Wozu brauche ich materielle Güter? Ich strebe nach mehr, als nur dem irdischen Besitz. Die Liebe der Götter zu erlangen, ist das einzige Ziel, welches ich zu erreichen suche."
Mit einem würdevollen Senken der Augen, perfektionierte der Halbling seinen Ich-bin-doch-der-ehrlichste-Bürger-dieser-Stadt-Blick. Weiterlesen weiterlesen

VERRATEN UND VERKAUFT

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Sie wurden schnellen Schrittes durch die dunklen Gänge der unterirdischen Labyrinthe geführt. Begleitet von sechs Orks mit gezückten Waffen, die als Wächter vor und hinter den beiden Personen fungierten. Zum dritten mal schon schritt das Duo diesen vermodert riechenden, feuchten Tunnel hinauf, doch immer noch fühlte Sahem Unbehagen, sich den Launen des Orkhäuptlings auszuliefern. Tröstend spürte er die harte Klinge seines Zauberdolches in einem Geheimversteck des rechten Stiefels. Falls diesmal irgend etwas schief lief, hatte er auf jeden Fall die Möglichkeit sich zu wehren. Auch Gom, er wagte einen flüchtigen Blick nach hinten und schaute beruhigt in das dämlich grinsende Gesicht, würde nicht kampflos untergehen. Nicht die richtige Umgebung für ihn dachte sich Sahem El Fatum als er beobachte wie sich der zweieinhalb Fuß große Koloss durch den engen Stollen zwängte. Halb geduckt, bemühte sich der Riese seinem Partner durch die engen Gänge zu folgen. Irgendwie mochte Sahem diesen Trottel, der zwar als die Götter Intelligenz verteilten, verdammt schlecht abgeschnitten hatte, dafür aber durch die Körperkraft mehr als entschädigt wurde. Vor drei Jahren hatte Gom ihm während einer Kneipenschlägerei das Leben gerettet, woraufhin Sahem beschloss sein Vertrauen zu gewinnen und sich somit einen mächtigen Beschützer zu sichern. Weiterlesen weiterlesen

WüRFEL98

download v1.0

Mein erstes vollständiges Tool: ein digitaler 6/12-Würfel. Ist zwar keine große Leistung doch anno 1998 war es für mich als Coding-Neueinsteiger ein netter Erfolg.


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WAS IST FANTASY?

Fantasy [`faentezi; engl.], eine Literaturgattung, die sich mit der Beschreibung nicht wirklicher, vom Autor erdachten und mit mytholog. Versatzstücken versehener Welten befasst.

(Bertelsmann Universal Lexikon)

Wie oben erwähnt, steht Fantasy für frei erfundene und vom Autor gestaltete Welten, in denen ein Charakter oder oft eine ganze Gruppe von Charakteren, Abenteuer erleben und dadurch einen spannenden, da schwer vorhersehbaren, Verlauf der Geschichte erzeugen. Ob Drachen, Elfen oder Riesen, die Palette der Fantasy- Wesen hat inzwischen eine kaum überblickbare Anzahl erreicht. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, jeder findet eine Gestalt in dieser Welt, die so ist, wie man selber sein möchte. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum dieser Bereich in letzter Zeit einen so hohen Zulauf an Fans bekam. Um dem tristen Alltag zu entkommen, suchen viele Zuflucht in der Phantasiewelt. Ob als Ritter in strahlender Rüstung, mit Pferd und Schwert in Richtung des Bösen reitend um die gefangene Prinzessin zu erretten oder eben diese Prinzessin, sehnsüchtig auf Ihren Retter wartend, ein kleiner Hauch Abenteuer für den Herrn oder Romantik für die holden Weiblichkeiten, ist nicht zu verleugnen.
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SINNLOSES BLA-BLA UND STUDENTENHEIME

Am besten stelle ich mich erst mal vor: Mein Name ist ... Ganje, Andreas Ganje... he-he. Na gut mal im ernst, Andi ist ok - klingt zwar nicht so hart wie Madmax, Slayer, Killer Dragon usw., hört sich aber klein, niedlich und flauschig an, also alles Dinge bei dehnen die Frauen "Ach wie süß!!!" aufkreischen und dieses kleine, niedliche und flauschige Etwas sofort knuddeln und lieb haben möchten. Und welcher Mann möchte denn nicht mit einer netten Frau liebevoll kuscheln??? Und da wären wir auch bei meinem Geschlecht: NEIN, nicht was Ihr denkt, Ihr kleinen Ferkel, ich meine damit meine Zugehörigkeit in dem immer währenden Kampf zwischen Gut und Böse, Hass und Liebe oder wie mal ein weitsichtiger Mensch treffend verglichen hatte: Mann und Frau, ich befinde mich auf der männlichen Seite unserer Spezies. Halt, bevor bestimmte emanzipierte Vertreter der Gegenpartei mich mit Steinen bewerfen - oder hier vielleicht ihren Monitor im Keller an den Stuhl fesseln und foltern - ich habe zu der oben aufgestellten Theorie keine Stellung bezogen und habe somit ein reines Gewissen.
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ALKOHOL

O Alkohol, für immer, ewig meine Muse,
Voller Inspiration und wilder Kraft,
Im Kloster würd ich frönen meine Buse,
wenn Feuer meiner Seel du nicht entfacht.

Gelobt sei'n Namen derer, die dich schuffen,
Vergebens war das Leben jener, die
Sich deiner Nähe nicht erfreuen durften,
Verspürten solch ein Glücksheil diese Wesen nie.


P. S.: Dieses feurige Gedicht spiegelt keineswegs die Meinung oder Einstellung des Autors wieder. Für Folgen - seien es gesteigerter Alkoholgenuss bei dem Einzelnen oder gar die Bildung von sektenähnlichen Randgruppen, deren Philosophie auf den vorangegangenen Strophen fußt - übernimmt der Verfasser dieser Zeilen keine Haftung.
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