HOME

DIE ANDEREN

Alles Schwerenöter, Leibeigene und Diener,
Alles schwache Geister, Idioten, kleine Wiener.
Alles Deppen, dumme Eier, einfache Gestalten,
Alles Sonderfälle, ständig schwierig zu verwalten.
Alles Flaschen, Heuchler, hirnlose Banausen,
Alles Rednex, Dödel, wo sie auch immer hausen.
Alles Schwachköpfe, Hirnis, im Kopfe nichts als Leere,
Alles falsche Schlangen, so als ob die Welt für sie alleine wäre.

RAUCHER SIND DOCH AUCH NUR MENSCHEN

Neulich waren wir mit einigen Leuten aus. Plötzlich mitten beim Essen bricht eines der Mädels in Tränen aus und erzählt uns, dass sie grad an ihre arme Freundin dachte. Diese wäre mit Lungenkrebs im Krankenhaus und leider kann ihr nicht mehr geholfen werden. Ihr Nachbar nahm sie tröstend in die Arme und erzählte uns, dass auch er vor einigen Jahren genau das Gleiche durchgemacht hätte, als sein bester Freund auch an Lungenkrebs starb.
Daraufhin wurde es bedrückend in der Runde. Traurig saßen wir da und bedachten die beiden Opfer. Und was tut das Mädel, das mit diesem trostlosen Thema angefangen hatte? Sie öffnet ihre Zigarettenschachtel und verteilt die x-ten Glimmstängel des heutigen Abends an die Raucher unter uns (immer hin Vier von den Acht Anwesenden). Ungläubig sah ich mir jeden der aktiven Raucher an, schüttelte mental den Kopf und dachte mir herzlos, wie ich nun mal bin: Wenn ihr nur wüsstet wie deppert ihr grad alle ausschaut. Ihr seid mit Sicherheit die Nächsten auf der Lungenkrebsliste des freundlichen Sensemanns...

MEIN HERZ

Reiß dieses tote Herz heraus, aus meiner Brust, der tauben.
Ich werde den Ballast nicht missen, mag es einer rauben?
Es pumpt nicht mehr und blutet nicht, ist hart wie Stein geworden.
Vielleicht war es lebendig mal, nun starb es voller Sorgen.
Ein Stück vom rohem Fleisch ist es, Verfall längst überschritten.
Die Maden tun sich gütlich dran und lassen nicht lang bitten.

Reiß dieses tote Herz heraus, sonst wird es mich zerstören,
Was einmal gleich und kräftig schlug, ist längst nicht mehr zu hören.
Nur Dunkelheit kriecht dort empor und hüllt mich ein wie Nebel,
Wo ist er den, wenn man ihn braucht, des Tores grober Hebel.
Ein Stück vom rohem Fleisch ist es, ich muss mich davon trennen,
Er pickt und zieht, der Schmerz, an mir, wie Tausend tolle Hennen.

Reiß dieses tote Herz heraus, ich möchte lieber sterben,
Als werden kalt und voller Hass, wie eines Zombies Erben.
Egal wie dringlich süße Stimmen aus der Tiefe rufen,
Bind ich das Herz an einen Baum und geb dem Pferd die Hufen.
Ein Stück vom rohem Fleisch ist es, ein schlimmes Ungeheuer.
Erlösen mag mich davon nur ein nimmersattes Feuer.

HEULT NICHT RUM, IHR MEMMEN

Viele von uns heulen rum und beschweren sich, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Außerdem nützen die bösen Unternehmer die armen Arbeiter schamlos aus und fahren unverschämte Gewinne auf Kosten ihrer unschuldiger Sklaven...
Bockmist! Gebe es für diese Arbeiter und Angestellten überhaupt Jobs, wenn es diese Gewerbetreibende nicht gebe? Heutzutage hat jeder Mensch in der Bundesrepublik die Möglichkeit sein eigenes Unternehmen zu starten. Mit etwas Verstand und harter Arbeit kann es jedem gelingen sein Einkommen zu steigern. Sicherlich haben es Unternehmer mit einem starken finanziellem Hintergrund leichter sich erfolgreich in bewehrten, sowie unerschlossenen Bereichen zu behaupten. Doch auch tüchtige Neueinsteiger und Idealisten mit wenig oder gar keinem Eigenkapital haben vielfältige Möglichkeiten. Positive Beispiele gibt es hierzu genügen. Dabei ist es gar nicht notwendig sich in die unsichere hauptberufliche Selbstständigkeit zu begeben. Jeder kann es gefahrlos neben seinem Angestellten-/Arbeiterverhältnis testen, unzählige Möglichkeiten dafür gibt es. Nur weil diese Nörgler zu faul und teils zu dumm sind, sich mit solchen Themen auseinander zu setzen, versuchen sie andere, handlungs- und risikofreudigeren Mitbürger zu verdammen und auf das eigene passive Niveau herunter zu ziehen!
Versteht mich nicht falsch, ich bin weder ein wohlhabender Kapitalist, noch ein radikaler Jungunternehmer. Ich gebe auch ehrlich zu, etwas bequem zu sein und mein volles Potenzial nicht auszuschöpfen, doch ich versuche nicht andere für meine Untätigkeit verantwortlich zu machen - soviel Fairness sollte schon sein.

SKLAVEREI

Komm sei dabei wenn wir uns schließen
Und nur dem einen Meister dienen.
Rauf mit der Haube auf den Kopf,
Verschlossen bis zum letzten Knopf,
Gestatten wir uns selbst zu ruhen,
Umzingeln uns, ohne zu murren,
Erlauben diesem Strandpiraten,
Zerstören uns als Unikat,
Ermöglichen ihm uns zu greifen
Und uns in Massen zu ersaufen.
Auf dass wir bleiben dort auf ewig,
Auf dass Kontrolle möglich wird.

KRIEG

Gedanken zwischen sterbenden Soldaten,
Voll mühevoller, ängstlicher Spagaten.
Vorbei an vollen Schützenlöchern,
Gleich dem Grabe modrigem Geruch,
So ängstlich beieinander kauernd,
Eindeutig eines Stilles Bruch.
Still und grausam können Waffen schweigen,
Ganz ungestört denkt Mancher an den Tod,
Doch kaum gewöhnt sich dieser an die Ruhe,
Färbt sich die Stirn indessen schmerzlos rot.
Wenn hat wer diese Zeiten überstanden,
Und denkt sich Jahre später sicherlich,
Kommt Grauen ungefragt zurück,
Beim Löschen des judalen Lichts.

CHUCKY - EIN NACHRUF

www.ganje.de

Leider gibt es Trauriges zu verkünden. Unser allseits beliebter und geschätzter dufter Vertrauter und treuer Begleiter ging von uns. Er war der beste Freund des Menschen. Man kannte ihn unter unzähligen wohlklingenden Namen, darunter "Der Stinker", "Der unglaublich durchsichtige Hulk" und natürlich "Chucky" aka "Der-graue-stinkende- Schimmel-der-köchelnd-auf-dem-Südbalkon-steht".
Doch kannten wir ihn wirklich? Wussten wir, was ihn ganz tief in seinem stillen Inneren beschäftigte? Jeder von euch sollte sich diese Frage stellen und seine persönliche Antwort finden.
Chucky, der nachdenkliche Kamerad, hat uns nun wirklich verlassen. Leider kennt keiner seine letzten Worte - kein Wunder, denn Schimmel können ja bekanntlich nicht sprechen. Doch nach langen mühsamen Recherchen haben wir nur für euch eine betroffene Zeugin gefunden – sie möchte in ihrer Trauer unbekannt bleiben – und diese exklusiv interviewt.


Das Interview

ganje.de: Sehr geehrte Frau ajnoS (Name von der Redaktion geändert), wie stehen Sie zu diesem traurigen Ereignis? Wie verkraften Sie, dass Chucky uns verlassen wird?

ajnoS: Nerv mich nicht mit diesem Schrott! Schmeiß den Dreck auf dem Balkon endlich weg! Es stinkt mir hier die ganze Bude zu! Man kann ja gar nicht mehr in die Küche gehen. Verdammt noch mal!!!

ganje.de: Wie wir sehen, nimmt diese schrecklicher Erfahrung Sie richtig mit. Wir verstehen Ihre Trauer und möchten Sie gar nicht lange belästigen. Nur eine letzte Frage: Was raten Sie unseren Lesern, damit diese den Kummer unbeschadet überstehen und wie Sie, ganz tapfer diese schmerzliche Tragödie verkraften?

ajnoS: So, das reicht mir jetzt! Entweder dieser verflixte Schimmel geht oder ich! Entscheide dich! Sofort..!

ganje.de: Vielen Dank für Ihre hilfreichen Tipps. Auch im Namen unserer Leser, noch einmal vielen Dank.

Und so ging Chucky und all seine Würmer, auf die gefahrvolle Reise ins Unbekannte. Ob er wieder zurückkommt? Wer weiß? Vielleicht ruft er ja kurz durch, wenn er auf seinen Wanderungen ein Münztelefon finden, und natürlich die passende Münze – ach ja, und als Schimmel das Telefonieren erlernt.

Gehe hin unser geliebter Gefährte. Möge das Glück dich stets begleiten. In Gedanken sind wir immer bei dir. Adieu. Auf Wiedersehn. Arrivederci. Doswedanje. Wir vermissen dich...

Abschiedsvideo - LowQuali (1,4 MB)
Abschiedsvideo - HighQuali (3,2 MB)

O KREATIVITäT

O Kreativität, o Kreativität,
Warum kommst du zu mir so spät?
Warum kommst du zu mir so früh?
Du kommst nie recht, was ich auch tu.


Gewidmet allen, die dieses Problem kennen.

ES LEBT!!!

Wie versprochen, hier ein kleiner Zwischenbericht aus der Stinkekolonie auf dem Südbalkon. Nur zu, keine Angst, es beißt (noch) nicht. Aber es muffelt pervers und verbreit den Tod wie die Pest. Was man an den teils noch zuckenden Fliegen rund um das "Gewächs" unschwer erkennen kann. Wird Zeit "es" auf einen Namen zu taufen. Was meint ihr zu Chucky? Oder ist der Name zu abgedroschen?

www.ganje.de

WEB 2.0...

... und es nimmt kein Ende. Internet, Fernsehen, Fachzeitschriften - egal wo man hinschaut, alle reden von Web 2.0. Oups, darf ich diese Wort-Zahlen-Kombination hier überhaupt verwenden? Nachdem der O'Reilly Verlag diesen Begriff geprägt hatte und diesbezüglich sehr großzügig mit Abmahnungen um sich warf, sollte man wirklich vorsichtig sein. Doch was soll’s, eigentlich wollte ich ja sowieso auf das Gegenteil hinaus: Web 2.0 ist mit Sicherheit toll und bietet eine Menge Vorteile, aber braucht man es wirklich überall wo es neuerdings eingesetzt wird? Ich behaupte mal nein! Und verkünde voller Stolz und Freude: ganje.de ist und bleibt Web 1.0! Jawohl!
© 2000-2017 ganje.de