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GLüCK ODER NICHT?

Ich bin am 7. Juli 1977 geboren. Vier mal die Sieben! Hört sich nach einem Glücksdatum an. Hatte ich in meinem Leben Glück? Gute Frage, doch schwer zu beantworten.
Was ist Glück? Wenn es um Gewinnspiele geht, hatte ich nie sonderlich viel davon. Ich muss aber gestehen, dass ich selten an so etwas teilnehme, doch rein statistisch gesehen, bin ich erfahrungsgemäß eher beim unteren Durchschnitt was die Chancen angeht.
Immerhin habe ich über die Jahre fest gestellt, dass wenn ich Kinderüberaschungseier kaufe und mir natürlich eines von diesen In-jedem-siebten-Ei-Figuren wünsche, ich mir zwei der erstbedachten KÜ-Eier nehmen muss und in einem von den Beiden ist mit Sicherheit eine Figur drin. Doch klappt dies nur unter bestimmten Voraussetzungen: zwischen zwei solcher Käufen müssen einige Wochen vergehen. Wenn ich gleich nach dem "Glücksgriff" einen weiteren Versuch starte oder schon ein paar Tage danach, dann funktioniert dies nicht. Es müssen wirklich einige Wochen dazwischen liegen.
Ist Glück berechenbar? Funktioniert es nach einem bestimmten Muster? Hat man an bestimmten Tagen oder Tageszeiten mehr Glück? Es ist alles möglich. Bei der Gelegenheit müsste ich mal über einen längeren Zeitraum diesbezüglich Beobachtungen anstellen.
Eine weitere Regelmässigkeit zum Thema Glück habe ich natürlich auch parat. Beziehungsweise Unglück, wäre da wahrscheindlich der passendere Ausdruck. Da ich seit meinem elften Lebenjahr mit Computern zu tun habe und auch sonst einen Faibel für techische Gerätschaften besitze, sind in den letzten Jahren einige Elektroniken durch meine Hände gegangen. Dabei habe ich beobachtet, dass die Gefahr ein defektes Gerät bei dem Direktkauf oder bei der Bestellung zu erhalten überdurchschnittlich hoch ist. Wenn man tausend Geräte wahllos aufstellt - 999 davon voll funktionstüchtig und eines ist defekt - ich mit höchster Wahrscheindlichkeit beim ersten bis zweiten Griff das defekte Teil erwische. Ist es Glück oder eher nicht?
Vielleicht ist Glück aber auch, dass im Durchschnitt einfach nicht viel Schlimmes im Leben passiert ist. Dann hatte ich bisher vielleicht doch etwas Glück...

FUCKING DAYS LIKE TODAY

Kapitel 1

Er lag auf seiner alten verschlissenen Couch und masturbierte routiniert. Auf der linken Seite mit angewinkelten Beinen liegend bekam er seit seiner Kindheit den geilsten Orgasmus. Doch heute klappte es irgendwie nicht. Vielleicht sollte er eine andere "Taktik" versuchen. War es abartig sich immer wieder in der selben Haltung einen zu wedeln? Es käme wohl auf den Vergleich an, dachte er. Es selber hatte zwar nie Männergespräche über sexuelle Vorlieben geführt, doch seine Ex, ein paar Jahre älter und überdurchschnittlich reich an Fickerfahrung, hatte ihn sehr gerne an ihrer Vergangenheit teilhaben lassen. Jedes Mal wenn beide nach einer ausgedehnten Nummer schweißgebadet im durchwühlten Bett lagen, sprach sie überaus offen von ihren früheren Stechern. Vielleicht dachte sie, er solle etwas aus ihren Geschichten lernen. Vielleicht sollten ihn ihre plumpen Vergleiche animieren sich beim nächsten Mal mehr anzustrengen. Womöglich bildete er sich diese Andeutungen auch nur ein. So oder so, es war ihm egal. Er ging nie auf Themen ein, bei denen sogar der größte Trottel einen Streit vorhersehen konnte. In solchen Momenten gab er sich alle Mühe von dem unerwünschten Thema abzulenken und spielte anrüchig grinsend zwischen ihren Beinen herum. Oder zwischen seinen eigenen Beinen. Beides lief aufs Gleiche hinaus. Weiterlesen weiterlesen

DER BLAUE MOND

Das Jahr 3013. Entgegen allen Vermutungen und statistischen Zukunftsmodellen hat sich die Menschheit noch nicht selbst vernichtet. Im All fand sie den Kontakt zu anderen intelligenten Wesen, schloß neue Freundschaften und fand alte Feindschaften wieder. Die Menschen besiedelten weitere Sonnensysteme, vermischten sich mit anderen Rassen und waren von der bunt gemixten Bildoberfläche des Universums nicht mehr wegzudenken.
Eines Tages, niemand wußte woher das Unglück kam, schlich sich eine Seuche ein. Unbemerkt breitete sich diese über unzählige Galaxien aus und wartete geduldig. Ärzte und Wissenschaftler entdeckten die virulenten Fremdkörper im Blut der Menschen sehr früh und suchten verzweifelt nach einer Erklärung für diese Abnormalität. Die ungebetenen Besucher schienen sich aus dem Nichts zu bilden, zeigten aber weder positive noch negative Auswirkungen. Weiterlesen weiterlesen

DINGE, DIE MAN GERNE HäTTE...

Eines solcher, nennen wir es mal DDDIGHDLNB (Das Ding dass ich gerne hätte doch leider nicht bekomme), war bei mir die Cherry G84-4100 Slim Line. Vor genau einem Jahr habe ich sie das erste Mal erblickt und bin ihr augenblicklich in leiderschaftlicher Liebe verfallen.
Makellose Oberfläche. Vollendete Form. Sexy Traummaße von 282 x 24 x 132 mm. Liegt super in der Hand (und noch besser auf dem Schoß Smiley). ML-Tastenmodule mit Druckpunkt und "Gold Crosspoint" Kontakten... Mit einem Wort: einfach perfekt und grenzenlos erotisch. Der Traum eines jeden Mannes - und bestimmt auch manch einer Frau.

Seit diesem Zeitpunkt konnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Schweißgebadet sprang ich aus meinem unruhigen Schlaf und schrie ihren Name. Cherry, rief ich, Cherry, doch sie hörte mich nicht. Am nächsten Morgen musste ich mich wieder meiner Alten zuwenden - klobig und hässlich - ich erschauderte immer wieder aufs Neue... Natürlich wißt ihr alle wovon ich rede? Genau, von einer PC-Tastatur!

Monate lang verfolgte ich unzählige Onlineauktionen, verglich die Preise per Suchmaschinen und graßte dutzende Webshops ab. Doch leider überall das Selbe: einfach unverhältnismäßig teuer.

Und wie es immer so ist, je länger man wartet, desto mehr verblasst die Erinnerung und irgendwann war sie aus meinen Gedanken verschwunden. Bis vor ein paar Wochen. Ich stöberte wieder bei einem bekannten Online-Auktionshaus herum und dachte plötzlich an meine unerfüllte Liebe. Einer Eingebung folgend, tippte ich in die Suchfunktion ihren Name und siehe da, jemand verkaufte mehrere meiner Traumtastaturen auf ein Mal. Ich bot einfach mal einen unverhälnismäßig niedrigen Betrag und vergaß die Auktion. Tage später, sah ich nochmal kurz rein und bemerkte, dass ich immer noch nicht überboten wurde. Nun fieberte ich mit:

* Countdown -2 Stunden: ich führe
* Countdown -1 Stunde: ich führe
* Countdown -30 Minuten: ich führe
* Countdown -10 Minuten: ich führe
* Countdown -3 Minuten: ich führe
* Countdown -1 Minute: Einer bietet mit, kommt aber nicht über mein Höchstgebot
* Countdown -10 Sekunden: Er versucht es wieder... doch die Zeit reicht nicht mehr aus und der Sieger... bin ich! 1-2-3, mein - sage ich nur! Friß Staub du Fi... ich habe mich also tierisch gefreut und hoppelte vor Freude durch die Wohnung.

Entgegen aller Erwartungen hatte ich die Ware auch tatsächlich bekommen (in zwei Paketen!). Und habe somit 43 Tastaturen zum Preis von zwei, kann das Leben schöner sein?



Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist dass jeder Wunsch in Erfüllung geht, wenn er nur genug Zeit zum Reifen bekommt. Natürlich gehören Ausdauer und Glück auch dazu, doch die Zeit - also Geduld - ist meiner Meinung nach die wichtigste Komponente.

So, das war der schlaue Spruch für heute. Bis zum nächsten Mal.

SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER WAND

"Schatz, wie lange brauchst du noch?" rief Sina durch die Wohnung. Sie stand im Schlafzimmer vor dem Wandspiegel und prüfte kritisch ihr Outfit. Heute Abend sind sie und ihr Verlobter bei einer Wohltätigkeitsgala eingeladen. Eigentlich war eine solche Einladung nur für privilegierte Kreise vorgesehen und für die Beiden bisher unerreichbar. Doch mit Maiks neuer Beförderung, war das Paar gesellschaftlich gesehen, eine weitere Stufe aufgestiegen und durfte nun besondere Vorzüge genießen. Weiterlesen weiterlesen

DER SCHLEIM

Eine einsame Gestalt stand in der dunklen Ecke einer verlassenen Seitengasse. Das hastige Umherblicken zeigte deutlich die angespannte Stimmung des Wartenden. Kein Wunder, dass der Herr mittleren Alters so nervös war, denn eigentlich war es nicht die Art von Gegend, in der er sich aufzuhalten pflegte. Diese verlassenen Stadt, mit all ihren einstöckigen Betonbaracken stand schon seit mehr als einem Jahrzehnt leer. Ratten, Schlangen und Skorpione kämpften seit dem Verfall des ehemaligen Goldgräberstädtchens um das Anrecht auf diese trostlose Ansammlung von grauen Würfeln. Inzwischen glaslose Fensterrahmen blickten tagsüber verloren auf die zahllosen gelben Sanddünen der grenzenlosen Wüste rund um die schmucklosen Gebäude. Irgendwo da draußen sind die versiegten Goldminen, dachte sich der fehlplatzierte Besucher, konnte in der undurchdringlichen Dunkelheit einer mondlosen Nacht die genaue Richtung aber nicht bestimmen. Krampfhaft suchte er nach einem Weg um seine Gedanken an die Umgebung um ihn herum zu verdrängen. Seit seiner Geburt an war er ein Mensch der grellen und überfühlten Metropolen gewesen. Dort, wo es nie Nacht zu sein schien. wo nach dem Untergang der Sonne die allgegenwärtigen Neonreklamen die nie versiegende Menschenmasse hell beleuchtete, genau dort fühlte er sich am wohlsten. Doch hier, dem genauen Gegenteil seiner eigentlichen Welt, fror er und fühlte sich so, wie seit seiner elternlosen Kindheit nicht mehr - einsam und verloren. Weiterlesen weiterlesen

FTPGALLERY

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ftpGallery is eine einfache Bildergalerie, die ich vor einigen Jahren auf die Schnelle erstellt hatte. Die Galerie baut ihre Inhalte aus den Ordnern und Dateien innerhalb des Bildverzeichnisses. Die Thumbnails und die Bilder können eine beliebige Größe haben. Die Galerie besitzt nur ein 2-Ebenen-Schachtelung und ich bin im Moment zu faul die auf eine beliebige Tiefe auszubauen... Smiley

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FILEUPLOAD

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Ein einfaches Script um Dateien auf den Server hoch zu laden. Zusätzlich werden alle Dateien in dem entsprechenden Verzeichnis aufgelistet und können herunter geladen werden.

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DIE HETZJAGD

Langsame erhob der blasse Mond und brachte finstere Schatten in die kalten Betonschluchten. In den entarteten Wäldern rund um die verlassene Metropole setzte erneut das allnächtliche Geheul der glutäugigen Kreaturen ein. Sie kamen bei Dunkelheit und jagten im Rudel. Sie spielten mit ihren Opfern, hetzten die Beute so lange, bis diese gleichgültig vor Müdigkeit und taub vor Angst aufgab und in einem Anfall von Schwäche zu Boden fiel. Dann schleppte die gruasamen Jager das arme jammernde Geschöpf zu einer offenen Stelle, zu einem Platz, der von den zerfallene Wolkenkratzern rundum gut sichtbar war. Denn sie wussten, dass unzählige Augen aus ihren getarnten Unterschlüpfen voller Schrecken das folgende Schauspiel beobachten würden. Sobald einer der passiven Betrachter den Kopf verlor und schrie, hatte die Meute die Richtung, in der sich ihr nächster Fang befand. Weiterlesen weiterlesen

MESSIAS

So komm zu mir, lass dich dort nieder
Und höre auf mein starkes Wort.
Du musst mich loben, immer wieder,
Nun bin ich deines Lebens Hort.

Verstopf die Ohren, schließ die Augen,
Dann führe ich dich weiter fort,
Glückseeligkeit wirst du dort saugen,
An diesem wundervollen Ort.

Gib mir dein Hab und Gut mein Bruder,
Und diese Reise fällt dir leicht.
Ich leite dich und halt das Ruder
Auch wenn Gewässer werden seicht.

Vertrau auf mich, weil Gott mich leitet,
Nur ich muss hier in Sünde sein.
Auch wenn der Teufel mich oft reitet,
Bleib ich im Inneren ganz rein.
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