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SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER WAND

"Schatz, wie lange brauchst du noch?" rief Sina durch die Wohnung. Sie stand im Schlafzimmer vor dem Wandspiegel und prüfte kritisch ihr Outfit. Heute Abend sind sie und ihr Verlobter bei einer Wohltätigkeitsgala eingeladen. Eigentlich war eine solche Einladung nur für privilegierte Kreise vorgesehen und für die Beiden bisher unerreichbar. Doch mit Maiks neuer Beförderung, war das Paar gesellschaftlich gesehen, eine weitere Stufe aufgestiegen und durfte nun besondere Vorzüge genießen. Weiterlesen weiterlesen

DER SCHLEIM

Eine einsame Gestalt stand in der dunklen Ecke einer verlassenen Seitengasse. Das hastige Umherblicken zeigte deutlich die angespannte Stimmung des Wartenden. Kein Wunder, dass der Herr mittleren Alters so nervös war, denn eigentlich war es nicht die Art von Gegend, in der er sich aufzuhalten pflegte. Diese verlassenen Stadt, mit all ihren einstöckigen Betonbaracken stand schon seit mehr als einem Jahrzehnt leer. Ratten, Schlangen und Skorpione kämpften seit dem Verfall des ehemaligen Goldgräberstädtchens um das Anrecht auf diese trostlose Ansammlung von grauen Würfeln. Inzwischen glaslose Fensterrahmen blickten tagsüber verloren auf die zahllosen gelben Sanddünen der grenzenlosen Wüste rund um die schmucklosen Gebäude. Irgendwo da draußen sind die versiegten Goldminen, dachte sich der fehlplatzierte Besucher, konnte in der undurchdringlichen Dunkelheit einer mondlosen Nacht die genaue Richtung aber nicht bestimmen. Krampfhaft suchte er nach einem Weg um seine Gedanken an die Umgebung um ihn herum zu verdrängen. Seit seiner Geburt an war er ein Mensch der grellen und überfühlten Metropolen gewesen. Dort, wo es nie Nacht zu sein schien. wo nach dem Untergang der Sonne die allgegenwärtigen Neonreklamen die nie versiegende Menschenmasse hell beleuchtete, genau dort fühlte er sich am wohlsten. Doch hier, dem genauen Gegenteil seiner eigentlichen Welt, fror er und fühlte sich so, wie seit seiner elternlosen Kindheit nicht mehr - einsam und verloren. Weiterlesen weiterlesen

FTPGALLERY

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ftpGallery is eine einfache Bildergalerie, die ich vor einigen Jahren auf die Schnelle erstellt hatte. Die Galerie baut ihre Inhalte aus den Ordnern und Dateien innerhalb des Bildverzeichnisses. Die Thumbnails und die Bilder können eine beliebige Größe haben. Die Galerie besitzt nur ein 2-Ebenen-Schachtelung und ich bin im Moment zu faul die auf eine beliebige Tiefe auszubauen... Smiley

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FILEUPLOAD

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Ein einfaches Script um Dateien auf den Server hoch zu laden. Zusätzlich werden alle Dateien in dem entsprechenden Verzeichnis aufgelistet und können herunter geladen werden.

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DIE HETZJAGD

Langsame erhob der blasse Mond und brachte finstere Schatten in die kalten Betonschluchten. In den entarteten Wäldern rund um die verlassene Metropole setzte erneut das allnächtliche Geheul der glutäugigen Kreaturen ein. Sie kamen bei Dunkelheit und jagten im Rudel. Sie spielten mit ihren Opfern, hetzten die Beute so lange, bis diese gleichgültig vor Müdigkeit und taub vor Angst aufgab und in einem Anfall von Schwäche zu Boden fiel. Dann schleppte die gruasamen Jager das arme jammernde Geschöpf zu einer offenen Stelle, zu einem Platz, der von den zerfallene Wolkenkratzern rundum gut sichtbar war. Denn sie wussten, dass unzählige Augen aus ihren getarnten Unterschlüpfen voller Schrecken das folgende Schauspiel beobachten würden. Sobald einer der passiven Betrachter den Kopf verlor und schrie, hatte die Meute die Richtung, in der sich ihr nächster Fang befand. Weiterlesen weiterlesen

MESSIAS

So komm zu mir, lass dich dort nieder
Und höre auf mein starkes Wort.
Du musst mich loben, immer wieder,
Nun bin ich deines Lebens Hort.

Verstopf die Ohren, schließ die Augen,
Dann führe ich dich weiter fort,
Glückseeligkeit wirst du dort saugen,
An diesem wundervollen Ort.

Gib mir dein Hab und Gut mein Bruder,
Und diese Reise fällt dir leicht.
Ich leite dich und halt das Ruder
Auch wenn Gewässer werden seicht.

Vertrau auf mich, weil Gott mich leitet,
Nur ich muss hier in Sünde sein.
Auch wenn der Teufel mich oft reitet,
Bleib ich im Inneren ganz rein.

DER EINE

Mal schaut er her, mal schaut er weg
Du weißt nicht ernst ist’s oder Gag.
Will er nun wirklich was von dir,
Oder hin zur Theke auf ein Bier.
So stehst du da und lächelst heiter,
Hoffst diese Show bringt dich heut weiter.
Vielleicht ist er der Typ, der Eine,
Auf den du wartest lang alleine.
Den anderen von letzter Tagen
Hast du ja eh nichts mehr zu sagen.
Doch dieser da, der ist echt toll,
Der Körper schlank, die Haare voll.
Er ist so männlich, animalisch,
Bewegt sich weich und musikalisch,
Du denkst dir: gut, ein Mann von Welt
Denn er bezahlt mit Bündeln Geld.
Dann trinkst du mehr, dein Mut nimmt zu,
Dein Herz, es pocht, kommt nicht zu Ruh.
Nun endlich winkt er, lächelt gut,
In Wallung bringt damit dein Blut.
Du bist bereit und ihm erlegen,
Brauchst nur fünf Meter dich bewegen.
Zwei Schritte noch, er ist ganz nah,
Du riechst die Frucht in seinem Haar.
Sein heißer Atem streift dich weich,
Flugs zittern deine Knie so reich.
Du siehst wie Lippen sich bewegen,
Dein Ohr reck hungrig dem entgegen.
Nun tut er das, was hät’ er lassen,
Dann wär’n die Chancen nicht verprassen.
Und zwar sagt er ein erstes Wort,
Gerüttelt wach, wünscht du dich fort.
Die Stimme schrecklich monoton,
Du langweilst dich, empfindest Hohn.
Wie sollst du nun von hier verschwinden,
Versuchst mit Charme dich zu entwinden.
Wenn er die Klappe würde halten,
Könnt er dich heute Nacht behalten.
Doch er versteht die Zeichen nicht,
Verfolgt dich, dieser arme Wicht.
Du gähnst, schaust weg und nickst mal flüchtig.
Das stört ihn nicht, er redet tüchtig.
Und immer wieder: Bla-bla-bla,
Du rollst die Augen: Tra-la-la.
Oh, sorry, meine Freunde warten,
Versuchst du Flucht mit den Standarten.
Nur ungern nickt er, bitte weile,
Komm schnell zurück, ersuche Eile.
Denn ich empfinde so viel Liebe,
Das sagt er, denkt dabei an Triebe.
Ich bin gleich da, meinst du nun heiter,
Entfernst dich dabei langsam weiter.
Bist um die Ecke, auf der Flucht,
Erwischt es dich mit voller Wucht.
Ein neuer Mann, so blond und groß,
Schaut wichtig aus. Das große Los?
Vielleicht ist er der Eine deine,
Du streckst die Brust und spannst die Beine.

FREEOFFICE OFFLINE

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FreeOffice wird eine Sammlung von kostenfreien Tools. So ist eine Kontaktverwaltung schon voll funktionsfähig. Eine Aufgabenplanung, Geburtstagserinnerer, POP3-Checker und ein Wecker sind in Arbeit. Die Software ist Freeware. Ich würde mich sehr freuen, wenn viele von euch FreeOffice testen/nutzen und mich über Problemfälle und Verbesserungsvorschläge informieren würden.


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ALARMME

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Mein erstes vollständiges Tool: ein digitaler 6/12-Würfel. Ist zwar keine große Leistung doch anno 1998 war es für mich als Coding-Neueinsteiger ein netter Erfolg.


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SCHWARZE GEWäSSER

"Wenn dunkel wird das Wasser um dich,"
"Tropf!"
"Ganz still, und faulig der Gestank,"
"Tropf!"
"Wenn Fische sterbend oben treiben,"
"Tropf!"
"Dann hat es dich in seiner Hand."
"Tropf!"
"Ganz leise wird es dich umkreisen,"
"Tropf!"
"Des Wassers Kräuseln merkst du nicht."
"Tropf!"
"Doch plötzlich wird es dich fest packen,"
"Tropf!"
"Und du verschwindest unters Licht."
"Tropf!"

"Habt ihr es gehört?", fragte Arthur verängstigt.
Seine beiden Begleiter wechselten belustigte Blicke.
"Waren da schon wieder Stimmen?", erwiderte Tom spöttisch.
Der Dritte im Bunde, Rich, knuffte den kichernden Tom an die Seite und grinste verschwörerisch. "Ho-ho", sprach er mit gespielt tiefer Stimme, "das böse Wasserungeheuer kommt um uns zu holen."
Tom und Rich krümmten sich vor Lachen. Ihre Stimmen hallten laut von den feuchten Wänden der Abwassersysteme und wurden von unzähligen Echos in die Dunkelheit begleitet. Weiterlesen weiterlesen
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