Grundlagen des (kollektiven) Glücks

Heute auf dem Klo kam mir ganz spontan der folgende Gedanke. Möglicherweise kann jemand etwas damit anfangen...

Getrieben von dem Wunsch nach Glück und absoluter Erfüllung ist die Zufriedenheit des Einzelnen stets an die aktuelle Situation der ihn umschließenden Gemeinde gebunden. Das Glück ist eindeutig relativ und gewinnt nur durch eine Verhältnissetzung der Umwelt zu dem einzelnen Individuum an messbarer Bedeutung. Ist kein aktueller Vergleich zu der Umwelt möglich, sollte auch die vorangegangenen Erfahrung des Glücksuchenden bedacht werden. Auch diese wirkt sich auf die Empfindung aus und fördert das unausweichliche Bestreben nach Mehr in sinkender oder steigender Weise.
Auch in der totalen Isolation ist ein kurzzeitiges Erreichen des glücksähnlichen Zustandes durchaus möglich. Doch kann dieser in der Abschottung der absoluten Einsamkeit nicht von langer Dauer sein. Sind keine Gegenüberstellung zu Mitmenschen möglich und herrschen - aus welchen Gründen auch immer - keine vergangenheitsbedingte Erfahrungen, dann greift der jedem Menschen angeborene Trieb nach einer Steigerung des augenblicklichen Wertbe- bzw. gefühlbedingten Zustandes. Alleine schon aus Instinkt strebt der Mensch nach Höherem und wird die Vernunft hinzuaddiert, sollte es niemanden wundern, dass die menschliche Evolution in einem ungeheuren Tempo recht ungehindert voranschreitet.
So ist es nicht verwunderlich, dass jeder zuweilen Unzufriedenheit verspürt und sich nach einer, wenn auch minimalen, Änderung seines Lebens sehnt. Natürlich sollte sich die eingeschlagene Richtung nach Möglichkeit aufwärts bewegen.

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