The Suffering

The Suffering (Teil 1) gibt es schon seit einiger Zeit als Freeware zum Download. Und genau so lange schlummerte das Spiel schon auf meiner Festplatte. Vor einigen Nächten hatte ich es wieder entdeckt und mich damit mal näher beschäftigt. Und ich muss sagen, ich war/bin begeistert.

The Suffering - Start

In The Suffering geht es um Torque, einen Gefangenen, der soeben ins Abbott State Penitentiary-Gefängnis auf Carnate Island verlegt wurde. Der Grund: ein Mord an seiner Frau und den beiden Kindern. Torque kann sich aber aufgrund eines Blackouts an nichts erinnern.
Kaum im Gefängnis angekommen, erschüttert ein Erdbeben die Insel und Monsterhorden kommen... - ja, woher eigentlich? Eine der Aufgaben des Spielers ist es eben dieses heraus zu finden. Weiterhin gilt es den Nebel, der über der Vergangenheit des Protagonisten liegt zu klären. War da noch was? Ach ja, und überleben sollte man auch!
Dies fällt Torque nicht leicht, angesichts der Anzahl an Alptraumkreaturen, die über ihn und die anderen Gefangenen, inkl. den anwesenden Wächtern, metzelnd hereinbrechen. Wobei Alptraum und Metzeln die Stichwörter sind, die The Suffering absolut treffend beschreiben.

Die Grafik ist für ein Spiel dieses Alters natürlich nicht mehr ganz frisch, doch sie reicht mehr als aus um dem Spieler kalten Schauer über den Rücken zu schicken. Die optische Darstellung der Gegner und der gesamten Spielumgebung ist so genial und schauderhaft ins Szene gesetzt, dass ich während meiner nächtlichen Spielesessions im realen Leben nicht nur einmal angstvoll über meine Schulter geschaut hatte. Auch die Soundkulisse bringt die beklemmende Stimmung perfekt herüber.

The Suffering - Start

Was das Gemetzel angeht: die Gewaltdarstellung bei The Suffering kennt keine Grenzen. (Die ist mit Sicherheit eines der Spiele, welches unseren Politikern bei der aktuellen Diskussion zum Thema "Verbietet Computerspiele" als Referenzobjekt dienen könnte.) Körperteile fliegen durch die Gegend, Blut fließt in Strömen - und das auf beiden Seiten der Kontrahenten. Was manche Aggressoren mit den Wächter anstellen, wäre wahrscheinlich nicht mal dem krankhaftesten Psychopathen in der realen Welt eingefallen. Ich spare mir an dieser Stelle detailgenaue Beispiele, es ist nur wichtig zu erwähnen, dass dieses Spiel nichts für schwache Nerven ist und auf keinen Fall in die Hände von Kindern und Jugendlichen fallen sollte.

Was mich persönlich an "The Suffering" begeistert hatte, war die Atmosphäre. Die Geschichte, die das Geschehen voran treib, ist kurzweilig und fesselnd in Szene gesetzt. Unvorhersehbare Wendungen in der Handlung, die stimmungsvollen Events im Verlauf des Spiel und das einfallsreiche Gegnerdesign machen es einem wirklich schwer den Rechner auszuschalten, ehe man das Ende erreicht hat. Apropos Ende, je nach seinem Verhalten im Spiel, bekommt der Spieler eines der drei Enden präsentiert.

Fazit: Wer also etwas Horror in seinem Leben benötigt, sollte sich "The Suffering" ansehen. Auch wer Resident Evil, Silent Hill und ähnliches mag, kommt auch an "The Suffering" nicht vorbei.

The Suffering - Endgegner

The Suffering - Endgegner

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