Deus Ex 2: Invisible War

Und weiter geht es im fröhlichen Spielestapel. Diesmal mit Deus Ex 2: Invisible War...

Deus Ex 2: Invisible War

Das Spiel ist bereits über sieben Jahre alt. Genau so lange liegt es schon bei mir herum. Ich hatte es zwar einige Male installiert, aber nie über das Einführungslevel hinaus gespielt. Rückblickend betrachtet ist es eigentlich nicht zu erklären, denn beides - das SciFi-Szenarion und das Gerne - sind meine persönlichen Favoriten. Es scheint so, als ob ich das Spielvergnügen solange wie nur möglich hinaus zögern wollte und mir das Spiel für einen ganz besonderen Abend aufheben wollte. Fast wie bei einer guten Flasche Wein. Smiley
Doch leider ist der Wein über die Jahre wohl sauer geworden, denn nach sechs Stunden Spielzeit kann ich nichts entdecken, was Deus Ex 2: Invisible War zu so einem Klassiker macht, dass Fans weltweit immer noch davon schwärmen und Mods dafür entwickeln. Im Spielverlauf fehlten mir oft die Zusammenhänge. Bei einem Story getriebenen Spiel ist dies absolut unverzeihlich. Das Leveldesign ist in meinen Augen eine absolute Katastrophe. Das Gefühl sich in einer echten schlüssigen Welt zu befinden kommt zum keinem Zeitpunkt auf. Dafür gibt es viel zu wenig zu erleben und alles ist zu linear und ausschließlich auf Funktionalität ausgelegt. Die zentrale Idee alle Aufgaben immer auf unterschiedlichen Wegen lösen zu können, verkommt zu einer Farce. Deus Ex 2: Invisible War wirkt wie etwas, das in der Konzeptphase mit Energie und Elan begonnen wurde, man bei der Umsetzung aber gemerkt hatte, dass es doch die (zeitlichen- und budgettechnischen-) Grenzen sprengt.
Wie auch immer, vielleicht hatte ich die ganzen Jahre über so hohe Erwartungen an das Spiel aufgebaut, dass diese auf keinen Fall erfüllt werden konnten. Dass Spiel wandert wieder ins Regal. Vielleicht finde ich nach weiter sieben Jahren die Muse mich nochmal damit zu beschäftigen. Ach nein, der dritte Teil steht ja schon in den Startlöchern...

Deus Ex 2: Invisible War

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